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Dienstag, 3. April 2012
De Hildejaaart kümmt
Übung macht den Meister sagt meine Schwester Sybille immer und pusht und coacht mich unermüdlich, daß ich auch janicht aufgebe mit meinem Plan, gerade nähen zu Lernen. Also näh und näh und näh ich unermüdlich und heute kam dabei diese Tasche heraus.
Weiß nicht wieso, aber musste dabei irgendwie an den Namen Hildegard denken. So an Omis aus Aachen die dann Öcher Platt reden, so was wie Kickens oder Lurens Annemarie, gip mischens minge Minikonfekt oder... hmm da hört es auch schon auf mit den Beispielen bei minibebic. Ach einer fällt mir noch ein zu Aachen: Och herm aber auch noch.
Also das mit dem gerade Nähen muss ich noch laaaaange üben bis es perfekt wird.
Aber weil Sybille mich niemals aufgibt, auch dann nicht, wenn ich mich selbst längst aufgegeben habe, bekommt sie Hildejaaart jeschenkt.
Dafür sind Schwestern da- die unperfekten Taschen Geschenk zu bekommen :)
Also... Für Sybille, meine Schwester mit einem Herz aus Gold und einem Skorpionstachel aus Titan, der vor ca. 3 Jahren abgefallen ist. Seitdem ist sie geschmeidig, weich, harmonisch... und meine beste Freundin!
DANKE!
Donnerstag, 29. März 2012
Baumwolle
Diese Bilder entstanden im Oktober 2000. Damals arbeitete ich als Lizenzdesignerin/ Grafikerin für eine Textilfirma in Aachen. Mein toller Chef M.F. von dem ich sovieles und viel mehr gelernt habe, hatte mich für eine Woche nach Istanbul geschickt. Damit ich die Produktionsfirmen sehen und mir ein Bild davon machen kann, wer, wo, wie meine Zeichnungen auf die Textilien überträgt.
Das war für mich ein tolles Erlebnis. Nicht nur, daß ich diese wunderschöne, kontrastreiche Stadt zwischen Europa und Asien erleben durfte sondern die einzelnen Schritte der Textilindustrie: Vom Baumwollfeld bis zum fertigen Sweatshirt mit meinem Motiv als Druck, Stickerei oder Applikation und dem Rubberlabel dran.
Ich habe wundervolle Menschen kennengelernt und mich sofort wohl gefühlt. Ich war nie alleine, immer war jemand da, der mich abholte, wohin fuhr, mich zum Essen in tolle Restaurants einlud, mit mir ins Kino ging, weil ich türkisches Kino nie kannte, mich nach Hause einlud, mir die Museen und Sehenswürdigkeiten zeigte und natürlich die ganzen Firmen und wirklich jeden Schritt, den ein Bekleidungsstück nur durchmacht zeigte und erklärte.
Danach hatte ich ein ganz anderes Verständnis für meinen Job als Designerin. Ich ging ganz anders an die Sachen ran und dachte immer daran, wer das mit welcher Maschine wie produzieren wird. Man legt danach die Datei einfach ganz anders an von Anfang an. Dafür bin ich sehr dankbar, daß ich das auch in den Folgejahren erleben durfte. Es hat meine Arbeit sehr geprägt.
Und ich sach es Euch: Ordnung ist die halbe Miete. Es geht nichts über eine perfekte- saubere- für jeden Verständliche- professionelle Ordnerstruktur. Jeder Blinde würde in meinem Rechner jede Datei finden, die er sucht. Es erklärt sich von selbst. So minibebic genug der Selbst Pudelei. Sorry.
Ich hatte eine lustige Kamera mit bei der Reise. Sie sah aus wie eine Polaroid, aber die Bilder wurden auf eine Diskette gespeichert. Kennt Ihr die noch? 3,5 Disketten hahaha. Da ich über 1000 Fotos schon allein in den Produktionsstätten gemacht hatte, könnt Ihr Euch ja vorstellen, mit wievielen Disketten ich zurückflog.
In der Firma hatte ich die Fotos alle überarbeitet und... ja dann passierte das, was minibebic bisher zweimal in ihrem Leben geschafft hat: Irgendwie hatte ich die Motherboard des Mac, damals G3 zerstört. Nur Gott weiß wie.
Die Disketten hatte ich ordentlich wie ich bin direkt formatiert. Buh.
Aber eins sag ich Euch: An meiner tollen Ordnerstruktur lag es nicht. Nach den G4`s gab es dieses Problem bei Apple auch nie wieder. Der Mac Spezialist sagte irgendwas von Knotenbaum. Keine Ahnung was ein Baum im Rechner gesucht hat.
Alles, was von dieser so wertvollen Reise übrig blieb, sind nur diese paar Fotos.
Ihr kennt das vielleicht aus eigener Erfahrung. Nichts tut so sehr weh, wie verlorene Fotos. Ich könnte heulen. Das tu ich dann meistens auch. Der Augenblick verschwindet irgendwie damit. Natürlich ist alles in meinem Gehirn, fotografisches Gedächtnis abgespeichert, aber in der Hand habe ich halt nichts mehr. Das finde ich immer traurig.
Das ist uns auch mal mit Familienfotos passiert. Meine älteste Schwester z.B. trauert seit 50 Jahren immernoch hinter ihrem einzigen Foto wo sie ein Kleinkind drauf war. So werden wir anderen nie erfahren, wie sie als kleines Kind aussah. Naja doch, in ihrem Falle ist es so, daß ihre Tochter ihrer eigenen Kindheit unheimlich ähneln würde. Wobei meine Schwester sagt, meine Nichte wäre phänotypisch und von ihrer Art her 100% meine Kopie. Ach, wir sehen irgendwie alle uns unheimlich ähnlich. Das finde ich sehr toll, immer mein Spiegelbild zu sehen :)
Also zu den Fotos: Aufgenommen am 10.10.2000 in einer Garnfirma außerhalb von Istanbul auf der europäischen Seite.
"Der Weg der Baumwolle" sollte mein Büchlein heissen, den ich nach der Reise machen wollte.
Mein Chef war auch sehr traurig. Er hatte die Fotos gesehen und mich auf die Idee gebracht, ich solle doch eine Art Reisereportage, Fotos mit Texten dazu machen. Tja, c`est la vie mon coeur. C´est la vie.
Mittwoch, 28. März 2012
Heimat
ist für mich da, wo ich mich mit Leib und Seele wohlfühle. Es gibt keinen Ort wo ich mich so wohl fühle wie in unserem Dorf. Ich habe wunderschöne Erinnerungen an unsere Sommerferien früher, als wir Kinder waren. Wo wir hinterm Haus mit Ebe und Dede selbst gefangenen Fisch gegrillt hatten. Auch an die süssen Opfer Lämmchen erinnere ich mich, die ich tagelang liebevoll gepflegt und gefüttert und am Festtag liebevoll verspeist hatte. Das Fleisch schmeckt so gut wenn man das Tier vorher selbst gefüttert hat. Hallo liebe Tierschützer, winke winke!
Der See war noch voller Wasser, der Fluß floss (sagt man das so?) und der Brunnen meines Onkels war immer in Hochbetrieb.
Alle möglichen Tiere kamen vorbei und tranken aus seinem Brunnen. Von drinnen hörte man seine Geräte aus dem Atelier. Er war Schreiner und zauberte alles aus Holz. Wir hatten unsere Wäsche an dem Brunnen gewaschen und auf die Sträucher zum Trocknen gehängt. Wie man sieht, ist heute alles dank Solarenergie und Waschmaschine viel einfacher.
Aber unseren Tomatenmark machen wir immernoch selbst und kochen es unten in der einfachen Küche auf der Feuerstelle.
Der Steinbehälter hat einen Kreuz und stammt von der Zeit der Griechen. Unter unserem Haus war damals wohl eine Sauna. Wir haben von der Zeit noch Krüge und Rohre, die in der Erde beim Bau gefunden wurden. Meine Mutter benutzt sie als Vase, Deko und Vogeltränke. Vielleicht sind sie ganz viel wert, aber das interessiert sie eh nicht. Die Dorfkatze kommt auch ab und zu Wasser trinken.
Aus den Weintrauben stellen meine Eltern Traubenzuckersirup her, was unheimlich lange dauert und sehr aufwendig ist.
Aber das Ergebnis ist dunkler dickflüssiger Sirup, der unheimlich gut schmeckt zu selbstgemachtem Naturjoghurt und warmem selbstgebackenem Brot. Das wirklich beste Gericht, daß ich kenne.
Unser Dorf liegt in Anatolien. Es ist heute nicht mehr so lebendig wie früher und auch die Landschaft scheint mir trockener zu sein. Die alten Häuser der älteren Generation stehen leer. Sie sind alle ähnlich gebaut: unten am Eingang direkt der Stall der Tiere, alles aus Holz, oben die Schlafräume, grosses Wohnbereich mit Kilimteppichen und der Küche. Die Küche war sehr einfach früher: Ein Holzregal fürs Geschirr, eine Feuerstelle, schwere schwarze Töpfe, Butterfaß, Brotecke und eine Arbeitsplatte. Daneben ein dunkler kühler Raum für die Vorräte.
Kühlschrank gab es ja erst später. Später kam dann in die Küche auch der Gasherd dazu. Heute gibt es alles. Feuerstelle unten in der Aussenküche, oben im Haus Gasherd sowie Elektroherd. Ach ja, noch die Mikrowelle. Auch in unserem Dorf liebt man Miele, Fissler, Bosch und Hilti :)
Die Toilette bei der Großeltern Generation war ein kleiner Raum mit Loch im Boden. Mehr muss ich dazu nicht sagen...
Ich hatte jedenfalls immer Angst durch das Loch zu fallen. Ich war ein sehr kleines Kind, furchtbar klein.
Unsere Toilette war wie in Frankreich früher aus Keramik, ein Plumpsklo. Heute haben wir eine normale europäische Toilette wie bei jedem Hans und Helga zu Hause. Aaaber... wir haben noch ein Bidet dadran.
Kommen wir nach diesem Thema zu meinen Leibgerichten öchö öchö würg.
Ich könnte ewig weiter über meine Heimat schreiben und von den bescheurt und lustigen Erinnerungen. Meine Schwester Sybille würde mir dabei helfen, mich ergänzen und wir würden uns wieder kapputt lachen. Besonders bei den peinlichen Geschichten. Aber ein andermal.
Montag, 27. Februar 2012
Nähen macht Spaß


Ausser Lesen und von einem Termin zum anderen zu hetzen hat minibebic ein neues Hobby: Nähen. Das Näh- Gen was in ihrer Familie liegt (Tanten und Onkel Schneider, Mama und Schwestern Nähprofis) hat sie endlich auch erreicht. Na Gott sei Dank bin ich doch noch für etwas gut.
In der türkischen Kultur ist es sehr wichtig, daß ein Mädchen Handarbeiten kann. Schließlich bereiten Sie ihr "Leben lang" ihre Aussteuer vor. Von Bordüren für Handtücher über selbst gehäkelte Babydecken in Rosa und in Blau bis zum selbst gehäkelten 2x2m Bettüberwurf handarbeiten sie als ob es kein Morgen gäbe. Und mit spätestens 20 werden sie dann mal schön vom Markt weg geheiratet. Fertig. Aus die Maus. Adé Berufsleben.
Mit 34 bin ich also "evde kalmis". Das heisst übersetzt: Die zu Hause Gebliebene. Also Eingelegtes, Abgelaufenes. Klingt hart, ich weiß. Zwar lebte ich schon mit 16 alleine. Denn das war zu dem Zeitpunkt, als meine Eltern jedes Jahr für ein halbes Jahr in die Heimat fuhren und ich hier im deutschen Lande mit Unterschrift- Fälschungen etc. alles am Laufen hielt. Aber für die Türken zählt eins: Bist Du über 30, fängst Du an wie ein fauler Fischkopf zu stinken.
Gott sei Dank ist diese Tradition nicht für die gesamte türkische Bevölkerung gültig. Meine Eltern z.B. legten und legen immernoch viel Wert auf Bildung und Unabhängigkeit von dem Geschlecht, aus dessen Rippe ich entstand: dem Adams Sohn.
Also sagt sich minibebic: Man lernt nie aus und will mit ihren zarten *öchö öchö* 34 anfangen zu studieren. Wenn ich erst mein Bachelor und dann mein Master erstmal in der Tasche habe, dann kann ich soviel stinken wie ich will :)
In Zentral Anatolien wäre das späte Studieren ein Beweis für meine "Verzweiflung", daß ich immer noch nicht unter der Haube bin. Für meine Familie und mich aber ein Beweis dafür, daß es ein Geschenk an die Menschheit ist, daß wir unser Leben lang lernen können. Niemals aufhören sollten zu lernen, zu lesen, neugierig zu sein auf das Leben, auf die Menschen, auf das Unbekannte, das Ungewisse.
Niemals sich und sein Leben und sein Hunger nach Wissen aufzugeben für ein Leben in Monotonie und langweilige Sicherheit.
Aber der Worte sind nun genuck- darauf trinken wir einen Schluck. Prost mein Engel.
Und hier meine ersten 2 Taschen. Die 3. Tasche poste ich, sobald ich das Vögelchen fertig appliziert habe. Sogar Mahatma Gandhi hat einst gesagt, was für eine tolle Erfindung eine Nähmaschine ist. Oder so ähnlich.
PS: Bei der Tasche für meine Schwester Sarah fehlte mir noch ein Foto. Also habe ich die Lücke gefüllt mit lecker Essen, was ich während meinem Nähprojekt brutzelte: Veggie- Burger, Salat, Knoblauchjoghurt. Lecker!
Donnerstag, 26. Januar 2012
Beautiful day
Der heutige Tag ging sehr schön zu Ende. Ich habe eine sehr gute Freundin meiner Schwester Nr.2 von früher getroffen. Sie hatte mich zuletzt gesehen, da war ich 7 Jahre alt. Wir haben sie seitdem nicht mehr gesehen, da sie ins Ausland ausgewandert ist und dort als Lehrerin arbeitet.
Wir haben uns heute am Bahnhof gesehen und sind sofort aufeinander zugelaufen und es war so herzlich, so warm und rührend, als ob wir beide die besten Freundinne gewesen sind und uns ganz oft sehen würden. Das ist das Schöne an herzwarmen Menschen, man braucht keine Einleitung. Man fängt einfach sofort an über alles zu reden, als hätte es nie Jahre der Trennung gegeben.
Mir fällt ein türkisches Wort ein. Es heisst Merhamet. Auf Deutsch übersetzt heisst es etwa soviel wie Liebe, Barmherzigkeit, Güte, Mitgefühl, Anteil. Aber auch Nächstenliebe.
Wenn jemand ein gütiges Herz hat, verzeihen und vergeben kann und viel Liebe in sich trägt sagt man: Cok merhametli.
Ich habe mich 2011 ganz bewusst von Menschen getrennt, die leider kein Merhamet in sich trugen. Und ich fühle mich reicher, voller, positiver und energiereicher als je zuvor ohne diese Menschen um mich. Es tut gut, sich von Ballast freizumachen.
Wir haben uns heute am Bahnhof gesehen und sind sofort aufeinander zugelaufen und es war so herzlich, so warm und rührend, als ob wir beide die besten Freundinne gewesen sind und uns ganz oft sehen würden. Das ist das Schöne an herzwarmen Menschen, man braucht keine Einleitung. Man fängt einfach sofort an über alles zu reden, als hätte es nie Jahre der Trennung gegeben.
Mir fällt ein türkisches Wort ein. Es heisst Merhamet. Auf Deutsch übersetzt heisst es etwa soviel wie Liebe, Barmherzigkeit, Güte, Mitgefühl, Anteil. Aber auch Nächstenliebe.
Wenn jemand ein gütiges Herz hat, verzeihen und vergeben kann und viel Liebe in sich trägt sagt man: Cok merhametli.
Ich habe mich 2011 ganz bewusst von Menschen getrennt, die leider kein Merhamet in sich trugen. Und ich fühle mich reicher, voller, positiver und energiereicher als je zuvor ohne diese Menschen um mich. Es tut gut, sich von Ballast freizumachen.
Donnerstag, 6. Oktober 2011
Mittwoch, 31. August 2011
Dschilp.

"Der wombat lehnt an seinem rechen, schaut dem vögelchen hinterher und winkt, ab und an beißt er in sein hähnchensandwich, hap. Er wünscht dem vögelchen eine gute zeit und viel glück und weiß das es immer einen platz in seinem herzen haben wird. Morpf..."
Ich werde immer traurig sein beim Lesen.
Stehe vor mir, sehe mich an, tief, blute... lass es fliessen.
Wärme. Silencio. Fühlen. Ich.
Um frei zu sein muss man Opfer bringen. Sich entscheiden. Loslassen.
Etwas aufgeben. Ihn seinem Weg, Schicksal und sich selbst übergeben.
Die Wünsche und Sehnsüchte tief vergraben.
Wo sein Wille nicht ist, finde ich keinen Weg.
Schachmatt - der Kopf hat das Herz besiegt.
Alleine fliege ich am höchsten und viel weiter
weil ich dann so leicht bin tröstet sie sich.
Auch wenn es stimmt, es tut doch trotzdem weh.
Mit schwerem Herzen und Tränen im Auge fliegt das Vögelchen fort -
auf eine weite Reise - zu sich selbst.
Sie ist frei. Frei von allem.
Und ruht in sich.
Traurig ist sie trotzdem.
Manchmal auch einsam.
Sie vermisst Wombat. Jeden Tag.
Lieben wird sie ihn. Immer.
Daran ändert sich nichts. Das bleibt.
In ihr bleibt Liebe, mehr als nur für sich selbst.
Komme was wolle.
Dienstag, 16. August 2011
Anna und die Bananen
Die Idee: Wir fragen Menschen zu ihrem Hintergrund, ihren Wurzeln, woher sie kommen, wohin sie gehen, woran sie sich erinnern...
Heute: Eine Geschichte mit Migrationshintergund
Darf ich vorstellen: Anna aus Polen
Anna wuchs im kommunistischen Polen auf. Sie war klein, truge eine dicke Brille und hatte glatte Haare.
Moment.
(Waren Deine Haare fettig Anna?
Nein, waren sie nicht.
Echt nicht?
Du bist echt Scheisse Freundin. Nein sie waren blond Du dumme Kuh.
Hörmal, so wird das ja nie eine ernsthafte Geschichte Du Puschgesicht. Du hast doch immer gesagt, Deine Haare waren fettig. Was soll das jetzt, seit wann sind sie blond? Ich wollte hier eine seriöse Serie starten mit Immigrations ähä Migrationshintergründen und Du, was tust Du? Du verdirbst mir wieder mal alles. Du Punz.
Leck mich doch Freundin, sie waren blond verdammt. Die Brille war dick, ok das stimmt allerdings.
Na also... die Haare waren auch fettig. Darf ich jetzt bitte meine ernst zu nehmende autobiografische Geschichte weiter verfassen oder willst Du mir noch etwas sagen? Es geht hier schließlich um Dich. Also?
Nee nee schreib ruhig meine Story auf Freundin. Falls Du berühmt wirst, werd ich Deine Managerin ne?)
Heute: Eine Geschichte mit Migrationshintergund
Darf ich vorstellen: Anna aus Polen
Anna wuchs im kommunistischen Polen auf. Sie war klein, truge eine dicke Brille und hatte glatte Haare.
Moment.
(Waren Deine Haare fettig Anna?
Nein, waren sie nicht.
Echt nicht?
Du bist echt Scheisse Freundin. Nein sie waren blond Du dumme Kuh.
Hörmal, so wird das ja nie eine ernsthafte Geschichte Du Puschgesicht. Du hast doch immer gesagt, Deine Haare waren fettig. Was soll das jetzt, seit wann sind sie blond? Ich wollte hier eine seriöse Serie starten mit Immigrations ähä Migrationshintergründen und Du, was tust Du? Du verdirbst mir wieder mal alles. Du Punz.
Leck mich doch Freundin, sie waren blond verdammt. Die Brille war dick, ok das stimmt allerdings.
Na also... die Haare waren auch fettig. Darf ich jetzt bitte meine ernst zu nehmende autobiografische Geschichte weiter verfassen oder willst Du mir noch etwas sagen? Es geht hier schließlich um Dich. Also?
Nee nee schreib ruhig meine Story auf Freundin. Falls Du berühmt wirst, werd ich Deine Managerin ne?)
Donnerstag, 21. Juli 2011
13- 4308 TC

Habe gleich Präsentation. Bereite alles vor. Mache meine Farben. Texte den Text. Habe alles im Überblick. Es kann losgehen.
Düüüüt düüüt, Fertig machen zum Absprung düüüt.
Dann schau ich genauer hin... die Farbe heißt Baby Blue. Erinnere mich an einen Moment, wo ich vor 2 Jahren bei leichtem Regen und Sonnenschein unter einem Regenbogen durchfuhr. Richtung Köln. Gutgelaunt. Fuhr vorbei an Feldern mit Hafer, Weizen und Blumen. Dann ertönte aus dem Radio das Lied, was ich nur einmal an diesem Tag gehört habe und nicht weiß, wer es überhaupt singt. Es ging so: Blue blue baby blue.... Wenige Tage später erfuhr ich, warum es mir so gut gefiel. Aber ich habe es nie wieder danach gehört und kann es leider auch nicht nachsingen. Schade.
Mittwoch, 20. Juli 2011
20090720
Aglarsan kiyamam kiyamam ki küçügüm
Gözlerine bakip da sana yalan diyemem
Söylesene diyorsun söylemek zor küçügüm
Baskasi var gönlümde sana yalan diyemem
Deyip de çektin gittin
Unutmak kolay mi kolay mi küçügüm
Ayrilik ölümden beter be küçügüm
Oglumuz olacakti gittin küçügüm
Oglumsuz yollardayim
Gözlerine bakip da sana yalan diyemem
Söylesene diyorsun söylemek zor küçügüm
Baskasi var gönlümde sana yalan diyemem
Deyip de çektin gittin
Unutmak kolay mi kolay mi küçügüm
Ayrilik ölümden beter be küçügüm
Oglumuz olacakti gittin küçügüm
Oglumsuz yollardayim
Donnerstag, 30. Juni 2011
Bleiben
Kippt Öl auf mein Haupt. Laßt es fließen. Ich brenne. Lichterloh.
Lucien, ich fühlte Dich, hörte Dein Herz, teilte mein Blut mit Dir.
Jeden Herzschlag, jeden Atemzug...
Ich spürte das Leben in mir. Dich und Dein Wesen.
Wenn mein Herz schlug, schlug Deins mit, nur schneller.
Du bist so nah. Ich kann Dich berühren.
Ich kann mit meinen Fingern ganz nah kommen und Dich berühren durch die dünne Haut, die Dich eincocooniert. Du siehst mich, öffnest Deine Augen und lächelst.
Mit mir vereint zu einem Atem, einem Herz, einem Leben.
Ich wollte Dir die Welt zeigen, wie ich sie sehe. Wollte Dir das Leben lieben lehren. Wollte Dich halten, Dir zusehen beim Wachsen, Reifen, wie Du Du wirst und Dein Leben lebst.
Wie ein Pflänzchen, das zu einem Baum wird.
Nicht nur ich hätte Dich gelehrt, Du hättest mich auch gelehrt.
Das Leben, das Lieben.
Du hast mich ausgesucht. Du warst es auch, der gehen wollte.
Sei mir nicht böse, aber ich kann Dich noch nicht gehen lassen.
Zoe auch nicht. Die Trauer ist mir. Und außer ihr habe ich keinen Trost.
Seitdem schmecken sogar Melonen nach garnichts.
Es brennt, brennt, brennt. Tief. Tiefer noch.
Ich weiß, ich lasse Eure Seelen nicht frei. Halte noch dran fest.
Gebt mir noch ein bißchen Zeit. Ich werde lernen.
Und wenn ich soweit bin, lasse ich Euch endgültig los.
Dann sind Eure Seelen für immer frei.
Aber bitte noch nicht jetzt. Bleibt noch etwas.
Ich brauche Euch so sehr. Mehr als das Leben.
Lucien, ich fühlte Dich, hörte Dein Herz, teilte mein Blut mit Dir.
Jeden Herzschlag, jeden Atemzug...
Ich spürte das Leben in mir. Dich und Dein Wesen.
Wenn mein Herz schlug, schlug Deins mit, nur schneller.
Du bist so nah. Ich kann Dich berühren.
Ich kann mit meinen Fingern ganz nah kommen und Dich berühren durch die dünne Haut, die Dich eincocooniert. Du siehst mich, öffnest Deine Augen und lächelst.
Mit mir vereint zu einem Atem, einem Herz, einem Leben.
Ich wollte Dir die Welt zeigen, wie ich sie sehe. Wollte Dir das Leben lieben lehren. Wollte Dich halten, Dir zusehen beim Wachsen, Reifen, wie Du Du wirst und Dein Leben lebst.
Wie ein Pflänzchen, das zu einem Baum wird.
Nicht nur ich hätte Dich gelehrt, Du hättest mich auch gelehrt.
Das Leben, das Lieben.
Du hast mich ausgesucht. Du warst es auch, der gehen wollte.
Sei mir nicht böse, aber ich kann Dich noch nicht gehen lassen.
Zoe auch nicht. Die Trauer ist mir. Und außer ihr habe ich keinen Trost.
Seitdem schmecken sogar Melonen nach garnichts.
Es brennt, brennt, brennt. Tief. Tiefer noch.
Ich weiß, ich lasse Eure Seelen nicht frei. Halte noch dran fest.
Gebt mir noch ein bißchen Zeit. Ich werde lernen.
Und wenn ich soweit bin, lasse ich Euch endgültig los.
Dann sind Eure Seelen für immer frei.
Aber bitte noch nicht jetzt. Bleibt noch etwas.
Ich brauche Euch so sehr. Mehr als das Leben.
Mittwoch, 22. Juni 2011
Dienstag, 21. Juni 2011
Mir
Auch wenn der Kopf sagt: Es ist besser so. Es hätte so eh nicht weitergehen können.
Sagt jedoch das Herz: Ich vermisse ihn. Jeden Tag.
Und dann regnet es nur von Erinnerungen an alles Schöne.
Und ein bekannter Duft, ein bestimmtes Detail, eine Melodie kann die Zeit auf einmal zurückversetzen.
Und auch wenn ich im Hier und Jetzt zwar stehe, ganz bewußt und klar, so bin ich im Herzen und Gedanken ganz weit weg.
Vielleicht am Altenberger Dom, vielleicht in der Toscana in den Olivenhainen oder am Geburtstagsfluss mit Minigrill oder Melönchen.
Ach soviele viele Orte, soviele viele Momente der Liebe.
Und sofort kullern die Tränen. Und ich schaue wehmütig und sehe mich... uns... im damals.
Es ist was es ist und so wie es jetzt ist, ist es gut tröste ich mich dann und gehe weiter. Im Hier und Jetzt.
Versinke aber zwischendurch dann doch in schönen, süßen, lustigen, spaßigen, fleischigen, bescheuerten und liebevollen Erinnerungen.
Die Erinnerungen bleiben mir. Und das Leben geht weiter.
Ich bin nur ein kleiner Punkt in diesem gigantisch großen unendlichem Universum.
Dem Universum ist es egal. Sie atmet weiter.
Der Erde ist es egal, sie dreht sich weiter.
Feuer bin ich und brenne. Lichterloh.
Und atmen will ich- das Leben, die Liebe.
In mir, mit mir und meinem Ich.
Ich lebe weiter. Lerne, mich zu lieben.
Ich werde die Erinnerungen in mir weiterleben lassen, im Herzen.
Das ist mein Trost.
Ich suche mich und meinen Weg.
Ich werde es finden. Komme was wolle.
Sagt jedoch das Herz: Ich vermisse ihn. Jeden Tag.
Und dann regnet es nur von Erinnerungen an alles Schöne.
Und ein bekannter Duft, ein bestimmtes Detail, eine Melodie kann die Zeit auf einmal zurückversetzen.
Und auch wenn ich im Hier und Jetzt zwar stehe, ganz bewußt und klar, so bin ich im Herzen und Gedanken ganz weit weg.
Vielleicht am Altenberger Dom, vielleicht in der Toscana in den Olivenhainen oder am Geburtstagsfluss mit Minigrill oder Melönchen.
Ach soviele viele Orte, soviele viele Momente der Liebe.
Und sofort kullern die Tränen. Und ich schaue wehmütig und sehe mich... uns... im damals.
Es ist was es ist und so wie es jetzt ist, ist es gut tröste ich mich dann und gehe weiter. Im Hier und Jetzt.
Versinke aber zwischendurch dann doch in schönen, süßen, lustigen, spaßigen, fleischigen, bescheuerten und liebevollen Erinnerungen.
Die Erinnerungen bleiben mir. Und das Leben geht weiter.
Ich bin nur ein kleiner Punkt in diesem gigantisch großen unendlichem Universum.
Dem Universum ist es egal. Sie atmet weiter.
Der Erde ist es egal, sie dreht sich weiter.
Feuer bin ich und brenne. Lichterloh.
Und atmen will ich- das Leben, die Liebe.
In mir, mit mir und meinem Ich.
Ich lebe weiter. Lerne, mich zu lieben.
Ich werde die Erinnerungen in mir weiterleben lassen, im Herzen.
Das ist mein Trost.
Ich suche mich und meinen Weg.
Ich werde es finden. Komme was wolle.
Mittwoch, 8. Juni 2011
Dienstag, 31. Mai 2011
Wie ich meine nächsten Weihnachten verbringen werde
Da sitze ich also auf meinem großen Balkon. Vor mir mein Spaßgrill, der mir Maronen brät. In meinen Händen halte ich warmen Glühwein. Von drinnen rieselt ganz leise Amos Lee. Gerade läuft das Lied Kid.
Da sitze ich also und habe einen sitzen. Es ist Weihnachten. Ich habe den Plastik Tannenbaum, den mein Vater als Werbegeschenk mal bekam aufgestellt. Er hat kleine bunte Lichterquellen, die sehr nervös und hektisch ihre Farbe wechseln. Ich starre sie mir schon seit 3 Stunden an, kann aber noch keine Diagnose stellen, ob es bei dem nervösen Leuchten irgendeine Reihenfolge gibt. Ich sollte noch weitere 3 Stunden das Ganze beobachten.
Aber es ist sehr meditativ so ein kleiner LeuchtPlastikTannenbaum.
Genauso hab ich mir Weihnachten vorgestellt. Herrlich.
Ich schaue hoch in den nachtblauen Himmel und es schneit so viel, daß man plötzlich kaum noch den Himmel erkennen kann. Große weiche Flocken fallen vom Himmel runter. Sie bleiben liegen. Alles ist weiß. Die Straßen, die Autos, die Dächer, mein Balkon. Mittlerweile bin ich auch eingeschneit und sehe aus wie eine sitzende Schneefrau.
Mein Spaßgrill kokelt vor sich hin. Was wir nicht schon alles mit diesem Grill erlebt haben. Es war purer Spaß.
Und dann kommen sie auch schon. Die Erinnerungen.
"Da seid Ihr ja", sage ich. "Ich habe Euch lange genug verdrängt. Jetzt wirds wohl Zeit für Euch. Setzt Euch. Wollt Ihr Glühwein?"
In mir ist es ruhig. Der böse Wolf und der gute Wolf sitzen gemeinsam am Lagerfeuer, die Schnapsdrossel prosten sich zu, jaulen Weihnachtslieder und sind glücklich beisammen.
Die Erinnerungen wollen mir nichts Böses. Ich soll mich nur erinnern. Es könnte ja sein, daß ich vergesse.
"Ach, sage ich, wie könnte ich denn vergessen? Das vergißt man doch nicht. Es bleibt immer in mir. Aber wißt Ihr, es tut nur so schrecklich weh, sich zu erinnern, dann festzustellen, daß es nicht mehr da ist.
Und egal, was ich tue, ganz egal, was ich mache, es kommt ja nicht wieder.
Ich vermisse ihn- jeden Tag."
"Ja, aber Du wolltest es doch zum Teil so oft selbst nicht mehr?"
"Ja, Ihr habt ja Recht, aber wir sind mit 190 auf der Autobahn direkt in den Stau reingebrettert. Alle Ausfahrten vorher verpaßt. Keiner hat auf die Bremse getreten oder den Gang runtergeschaltet."
"Ja-ja ja-ja, sagt man dann immer. Haben wir schon oft genug gehört" sagen die Erinnerungen kokett. Der eine knabbert gerade an einer schwarzen Marone. Der andere schenkt sich noch ein Glas ein.
"Sagt mal, wieso rede ich überhaupt mit Euch? Ihr seid doch eh nur Einbildung, Schatten meiner Gedanken. Wer seid Ihr überhaupt? Und was sauft Ihr meinen guten Glühwein?"
"Na warte, Du versoffene alte Schachtel, wir helfen Dir schon auf die Sprünge."
Da sitze ich also und habe einen sitzen. Es ist Weihnachten. Ich habe den Plastik Tannenbaum, den mein Vater als Werbegeschenk mal bekam aufgestellt. Er hat kleine bunte Lichterquellen, die sehr nervös und hektisch ihre Farbe wechseln. Ich starre sie mir schon seit 3 Stunden an, kann aber noch keine Diagnose stellen, ob es bei dem nervösen Leuchten irgendeine Reihenfolge gibt. Ich sollte noch weitere 3 Stunden das Ganze beobachten.
Aber es ist sehr meditativ so ein kleiner LeuchtPlastikTannenbaum.
Genauso hab ich mir Weihnachten vorgestellt. Herrlich.
Ich schaue hoch in den nachtblauen Himmel und es schneit so viel, daß man plötzlich kaum noch den Himmel erkennen kann. Große weiche Flocken fallen vom Himmel runter. Sie bleiben liegen. Alles ist weiß. Die Straßen, die Autos, die Dächer, mein Balkon. Mittlerweile bin ich auch eingeschneit und sehe aus wie eine sitzende Schneefrau.
Mein Spaßgrill kokelt vor sich hin. Was wir nicht schon alles mit diesem Grill erlebt haben. Es war purer Spaß.
Und dann kommen sie auch schon. Die Erinnerungen.
"Da seid Ihr ja", sage ich. "Ich habe Euch lange genug verdrängt. Jetzt wirds wohl Zeit für Euch. Setzt Euch. Wollt Ihr Glühwein?"
In mir ist es ruhig. Der böse Wolf und der gute Wolf sitzen gemeinsam am Lagerfeuer, die Schnapsdrossel prosten sich zu, jaulen Weihnachtslieder und sind glücklich beisammen.
Die Erinnerungen wollen mir nichts Böses. Ich soll mich nur erinnern. Es könnte ja sein, daß ich vergesse.
"Ach, sage ich, wie könnte ich denn vergessen? Das vergißt man doch nicht. Es bleibt immer in mir. Aber wißt Ihr, es tut nur so schrecklich weh, sich zu erinnern, dann festzustellen, daß es nicht mehr da ist.
Und egal, was ich tue, ganz egal, was ich mache, es kommt ja nicht wieder.
Ich vermisse ihn- jeden Tag."
"Ja, aber Du wolltest es doch zum Teil so oft selbst nicht mehr?"
"Ja, Ihr habt ja Recht, aber wir sind mit 190 auf der Autobahn direkt in den Stau reingebrettert. Alle Ausfahrten vorher verpaßt. Keiner hat auf die Bremse getreten oder den Gang runtergeschaltet."
"Ja-ja ja-ja, sagt man dann immer. Haben wir schon oft genug gehört" sagen die Erinnerungen kokett. Der eine knabbert gerade an einer schwarzen Marone. Der andere schenkt sich noch ein Glas ein.
"Sagt mal, wieso rede ich überhaupt mit Euch? Ihr seid doch eh nur Einbildung, Schatten meiner Gedanken. Wer seid Ihr überhaupt? Und was sauft Ihr meinen guten Glühwein?"
"Na warte, Du versoffene alte Schachtel, wir helfen Dir schon auf die Sprünge."
Mittwoch, 11. Mai 2011
At the day
i just see everything black.
Und die Nacht saugt mich ein in ihr Tief.
Ich falle in ihr tiefes schwarzes Loch.
Egal was ich mache, egal.
Ich kann nichts ungeschehen machen.
Kein Apfel Z, kein Zauberstab.
Garnichts.
Ich habe es noch nicht verstanden.
Es ist noch alles leer in mir, wie ein kleiner Tod.
Ich kann es nicht be-greifen und die Vorstellung,
daß Wombat nicht mehr greifbar ist... zerbricht mir das Herz.
Die Trauer ist und bleibt mein einziger Trost.
Was bleibt mir außer Erinnerungen?
Und Reue, Unverständnis für meine Fehler, Selbstvorwürfe.
Mein Onkel sagte einmal zu mir, als ich im Dorf traurig am Brunnen saß: Ümitsiz kus ucmaz.
Das bedeutet: Ein Vogel ohne Hoffnung fliegt nicht.
Und die Nacht saugt mich ein in ihr Tief.
Ich falle in ihr tiefes schwarzes Loch.
Egal was ich mache, egal.
Ich kann nichts ungeschehen machen.
Kein Apfel Z, kein Zauberstab.
Garnichts.
Ich habe es noch nicht verstanden.
Es ist noch alles leer in mir, wie ein kleiner Tod.
Ich kann es nicht be-greifen und die Vorstellung,
daß Wombat nicht mehr greifbar ist... zerbricht mir das Herz.
Die Trauer ist und bleibt mein einziger Trost.
Was bleibt mir außer Erinnerungen?
Und Reue, Unverständnis für meine Fehler, Selbstvorwürfe.
Mein Onkel sagte einmal zu mir, als ich im Dorf traurig am Brunnen saß: Ümitsiz kus ucmaz.
Das bedeutet: Ein Vogel ohne Hoffnung fliegt nicht.
Montag, 4. Oktober 2010
Komm o Tag, Du Lichtes Freund
Ganz viele Bauteile sind verloren oder vermischt. Es ist wie ein Filmriss. Ich träume, daß ich träume, daß ich träume, daß ich träume und doch bin ich hellwach und sehe mich, wie ich da liege und schlafe. Sehe mich, wie ich schreie. Sehe mich, wie ich träume. Sehe meinen Traume, den die andere im liegen träumt. Und doch bin ich der Traum. Wach auf, bitte wach endlich auf. Aber auch wenn ich aufwache, so ist alles doch am Ende nur ein Traum.
im Spiegel im Spiegel im Spiegel im Spiegel.... Spiel.
Es sind Tage, Wochen wenn nicht Monate, die vergehen, während ich da nur liege. Während ich daneben stehe und mir beim Schlafen zusehe. Verschwitzt wacht sie auf, aber eigentlich ist sie ja mittendrin. In der Geschichte.
Gegen das System. Verschwörungen aufdecken. Hintermänner. Ein Baby, nein diesmal waren es zwei, wie kleine Erwachsene, aber 2 mußte ich opfern... für die Mission und diesmal wurden sie geklont, ewig geklont. Die Heilanstalt. Der Professor, der das Experiment durchführt und mich verfolgt. Er will alle davon überzeugen, daß ich verrückt bin.
Alle sind nur Schauspieler. Gecastete Schauspier. Am Anfang glaubt mir keiner, aber nachher habe ich Anhänger. Es ist alles verschachtelt ineinander, sogar die Häuser sind ineinander und untereinander verschachtelt. Unten ist Wasser. Ich liege und atme nicht. Sie werfen den großen Holzpfahl und treffen mich genau in der Mitte. Das Baby stirbt, ich habe ein Loch. Aber lebe weiter. Muß weiter, die Mission beenden.
1543. Alles dunkel udn verschachtelt, immer eine Türe, die aufgeht zum nächsten Haus, ins nächste Zimmer. Überall in den Betten liege ich. mein klon, mein Klon, mein Klon, mein Klon. Wer ist echt, wer unecht? Sind nicht alle echt? Bin ich echt? Habe wieder Ohrenschmerzen, verliere beim Gehen immer wieder das Gleichgewicht und schaukle hin und her. Alles dreht sich um mich. Ich kann nicht gerade stehen. Ich wache auf und bin in dem Haus des Professors... Ich bin gefangen und kann nicht raus. Ich muss das Haus in die Luft jagen, muß das ganze Expperiment beenden. Der Professor hat es wieder geschafft, mir zu entkommen, aber ich bin ihm dicht auf den Fersen. Das Baby muß geschützt werden. ich verstecke es unter dem haus zwischen dem Wasser und dem Holz. Dann bin ich im Schnee und verstecke es im Wald in einer Baumhöhle. Es muß weiterleben, es darf nicht geklont werden. Nicht dieses. Ich habe alles vergessen. Ich werde erhängt. Aber wir haben die Mission erfüllt. Dafür hat es sich gelohnt. Dem Baby wird es gut gehen. Die Sonne geht auf. Ich sterbe, aber meine Klone werden weiterleben und den Professor weitersuchen. Ich muß allen die Wahrheit zeigen. Sie dürfen nicht ins Irrlicht geführt werden.
im Spiegel im Spiegel im Spiegel im Spiegel.... Spiel.
Es sind Tage, Wochen wenn nicht Monate, die vergehen, während ich da nur liege. Während ich daneben stehe und mir beim Schlafen zusehe. Verschwitzt wacht sie auf, aber eigentlich ist sie ja mittendrin. In der Geschichte.
Gegen das System. Verschwörungen aufdecken. Hintermänner. Ein Baby, nein diesmal waren es zwei, wie kleine Erwachsene, aber 2 mußte ich opfern... für die Mission und diesmal wurden sie geklont, ewig geklont. Die Heilanstalt. Der Professor, der das Experiment durchführt und mich verfolgt. Er will alle davon überzeugen, daß ich verrückt bin.
Alle sind nur Schauspieler. Gecastete Schauspier. Am Anfang glaubt mir keiner, aber nachher habe ich Anhänger. Es ist alles verschachtelt ineinander, sogar die Häuser sind ineinander und untereinander verschachtelt. Unten ist Wasser. Ich liege und atme nicht. Sie werfen den großen Holzpfahl und treffen mich genau in der Mitte. Das Baby stirbt, ich habe ein Loch. Aber lebe weiter. Muß weiter, die Mission beenden.
1543. Alles dunkel udn verschachtelt, immer eine Türe, die aufgeht zum nächsten Haus, ins nächste Zimmer. Überall in den Betten liege ich. mein klon, mein Klon, mein Klon, mein Klon. Wer ist echt, wer unecht? Sind nicht alle echt? Bin ich echt? Habe wieder Ohrenschmerzen, verliere beim Gehen immer wieder das Gleichgewicht und schaukle hin und her. Alles dreht sich um mich. Ich kann nicht gerade stehen. Ich wache auf und bin in dem Haus des Professors... Ich bin gefangen und kann nicht raus. Ich muss das Haus in die Luft jagen, muß das ganze Expperiment beenden. Der Professor hat es wieder geschafft, mir zu entkommen, aber ich bin ihm dicht auf den Fersen. Das Baby muß geschützt werden. ich verstecke es unter dem haus zwischen dem Wasser und dem Holz. Dann bin ich im Schnee und verstecke es im Wald in einer Baumhöhle. Es muß weiterleben, es darf nicht geklont werden. Nicht dieses. Ich habe alles vergessen. Ich werde erhängt. Aber wir haben die Mission erfüllt. Dafür hat es sich gelohnt. Dem Baby wird es gut gehen. Die Sonne geht auf. Ich sterbe, aber meine Klone werden weiterleben und den Professor weitersuchen. Ich muß allen die Wahrheit zeigen. Sie dürfen nicht ins Irrlicht geführt werden.
Sonntag, 12. September 2010
Geschälte Orangen

Im Hause meines Vaters war es laut, sehr laut sogar. Wir 5 liefen herum, zankten uns, lachten und spielten selbst erfundene Spiele. Wir drehten den Küchenstuhl um, einer saß drauf und hielt sich an den 4 Beinen fest. Dann wurde der Stuhl gewackelt und bewegt. Es gab noch ein Spiel, es hieß "Portakali soydum, basucuma oydum, ben bir yalan uydurdum, duma duma dum". Was soviel heißt wie Inne minne miste, es rappelt in der Kiste nur daß bei uns eine Orange geschält wird. Wir hatten viele dieser bescheuerten Spiele. Nöni war immer das Pferd. Während Mami im Garten erntete und Baba bei Granus Glaskonen zerschlug, waren wir mit Spielen beschäftigt als ob es kein Morgen gäbe. Gut, die Älteren trugen mehr Verantwortung als die Kleinen, aber ich erinnere mich nur an das gemeinsame Spielen. Auch wenn das Haus voll mit Gästen war, und das war es jeden Tag, spielten wir Kinder in der Menge und es schien niemanden zu stören. Ab und zu gab es Zoff und Gezanke aber der wurde ebenso schnell wieder vergessen.
Meine Kindheit drehte sich oft nur um die eine Frage: Was spielen wir jetzt? Zwischen Schule, Hausaufgaben, Zu Hause helfen und im Garten mit ernten war ich die meiste Zeit nach der Schule nur am Spielen. Wir gründeten den Club der Vampire und ich war minibebic, die Naschhafte. In der 4. Klasse waren wir der Club: Die schwarze Hand. Wir fühlten uns als Detektive. Eilendorf kam uns riesig vor und jeden Tag gab es Neues zu entdecken. Wir holten unser täglich Süß am Kundendienst Automaten und bei Frau Oebels oder Dremegari: Schlümpfe, Violas, Lakritz Schnecken, Speckmäuse, Erdbeeren, saure Schlangen, Lakritzbrezeln, Esspapier, Schleimi Spinnen, Cola Kracher, innen saure Lollis, und was es sonst noch gab. Die dicke Verkäuferin von Leo Schuhmacher arbeitet heute noch da. Ab und zu, sehr selten, wenn ich da vorbeikomme hole ich mir diese Kirschlollis, die an grünem Plastik hängen, so als ob man sie vom Ast gepflückt hätte. Kennst Du sie? Manchmal bekam ich das auch von meinem Hausarzt Dr. Friedrich. Sie gingen schnell kaputt und taten sehr schnell im Zahn weh. Bei Dr. Friedrich klauten Serah und ich im Frühling die Maiglöckchen aus dem Vorgarten. Wir lieben den Duft von Maiglöckchen.
Im Hause meines Vaters gab es immer warmes Essen, zu jeder Tageszeit. Mami war und ist eine leidenschaftliche Köchin. Und kein Gericht war ihr je zu mühsam um es zu kochen.
Es waren meist sehr aufwendige Gerichte. Doch was wir am meisten liebten, waren die einfachen Sachen. Kartoffeln, Kastanien und Zwiebeln aus dem Ofen im Winter. Dazu heißes Brot mit Butter, Salz und Chili, und Petersilie vom eigenen Garten. Und jede Menge Grünzeug sowie Tomaten. Alles frisch in die Mitte. Alle sitzen auf dem Boden, die Decke auf den Knien und das Tabla (Holztisch) in der Mitte. Salz vor jedem. Egal ob Frühjahr, Sommer, Herbst oder Winter, Grünzeug gab es immer in Massen.
Und Bekmez aus unserem Dorf. Bekmez ist nichts anderes außer Traubenzuckersirup.
Den meine Eltern sehr mühselig und mit Herzblut in tagelangem Aufwand herstellen. Es besteht zu 100% aus Weintrauben, die gewaschen, zerdrückt und stundenlang in einem Riesenkessel mit Erde gekocht werden.
Mein Vater hat extra für meine Mutter einen gigantischen Tretmörser herstellen lassen. Aus einem Stein, der jahrzehntelang in unserem Garten vor dem Haus stand. Früher hieß es, daß darunter eine alte Schlange leben würde.
An einem regnerischen Tag in den Sommerferien saß ich mit meiner Großmutter Ümmihan auf dem Balkon. Die Bäume wogten sich im Winde. Sie raschelten und erzählten ihre Geschichten. Meine Oma deckte sich zu mit meiner Babydecke in rot-blau Karo. Ich saß neben ihr, hielt ihre dünnen knochigen Hände, die immer warm waren und wir lauschten dem Regen, dem Wind und den Bäumen. Meine Eltern riefen von drinnen "Kommt rein. Ihr werdet noch krank." Aber wir zwei Dickköpfe blieben sturr. Wenn meine Oma etwas genoss, dann machte sie Geräusche wie Ähmm Mmmh Hmm. Und sie sagte mir: Kavaklari dinle (Hör den Bäumen zu. Lerne von den Bäumen das Leben.) Das tat ich und lernte von den Bäumen das Leben. Lauschte dem Wind und dem Regen. Die Alten in unserem Dorf können anhand des Windes, des Regens und der Ernte sagen, wie hart der Winter wird, wie warm der Sommer wird und wie lange sie leben werden.
Leider kann ich es nicht. Ich richte mich nach den Tieren. Freßen meine Katzen viel, dann wird es bestimmt ein harter Winter.
Aber es ist 10 Jahre her, daß ich Katzen habe und ich mag lieber Hunde. Katzen sind egoistisch und undankbar und Egoismus ist kein guter Charakterzug, weder für Mensch noch für Tier.
Im Dorf gab es nur einen einzigen Tante Emma Laden. Da konnte man alles in Kilo kaufen, die Ware lag in Schütten. Was wir liebten war Leplebi, eine Art geröstete Kichererbsen und natürlich Pötibör und Lokum, dazu Cay. Pötibör sind quasi Leibniz Butterkekse. Man nehme zwei Leibniz Butterkekse und in die Mitte türkischen Honig, den einfachsten. Quetsche den Honig zwischen den Keksen und genieße es zu heißem Tee, am besten ohne Zucker dazu Milch, aber das ist eher russisch oder britisch als türkisch.
Patpat ist ein Traktor und mein 87 jähriger Onkel fuhr mich einmal damit zum Weizenfeld. Als ich ankam, war ich weiß vor Staub und hatte Bauchschmerzen vor lauter Lachen. Naja, mein Onkel fuhr sehr... temperamentvoll wäre untertrieben. Wir gingen fischen mit Baba, Onkel Rasim und Onkel Sükrü (der mit 47 an Krebs starb). Der Fluß floß (heißt das so?) damals noch und die Fische waren noch recht klein aber dafür umso intensiver im Geschmack.
Sie warfen die Netze und fischten kleine und große Fische. Wir haben dei Fische gereinigt und gegrillt. Dazu gab es frisches Volksbrot (150gr aus bestem Weizenmehl) und Salat aus dem eigenen Garten sowie Ayran mit Milch von den eigenen Kühen, Salat ohne Ende und Honig aus der eigenen Imkerei. Und Wasser vom Fluß.
Wir Kinder mußten nichts tun. Wir sprangen Seil, schaukelten und liefen herum und schrien vor Glückseeligkeit.
Im Hause meines Vaters roch es nach Geborgenheit, Schutz und Liebe.
Wir hielten zusammen, komme was wolle. Wir glaubten an das Gute.
Freitag, 16. April 2010
Mittwoch, 17. Februar 2010
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